Freitag, 15. April 2016

[Blogtour] WITCH HUNTER


Herzlich Willkommen an Tag 9 unserer großen Blogtour zu Virginia Boeckers

WITCH HUNTER

In den letzten Tagen konntet ihr ja bereits einen guten Einblick in die Geschichte an sich, aber in die Themen Hexerei, Inquisition, Hexenverfolgung und mehr gewinnen. Bei mir geht es heute um Kräuter. Hexenkräuter im Speziellen.

Ich nehme Euch mit auf einen klitzekleinen Ausflug in die Kräuterkunde und hoffe ihr habt Spaß.


Kräuter waren im Mittelalter und sind auch heute noch eine unglaublich großartige Möglichkeit Krankheiten und Schmerzen zu heilen/lindern.

Während man die Alternativmedizin und damit auch den Gebrauch von Heilkräutern heute als etwas völlig Normales ansieht, wurde man im Mittelalter ganz schnell der Hexerei bezichtigt, denn was die Menschen damals nicht kannten und nicht den Gepflogenheiten der Kirche entsprach wurde schnell als Teufelswerk verurteilt und so wurde aus einer kräuterkundigen Frau ( oft waren es auch Hebammen ), deren Bestreben es lediglich war, den Menschen zu helfen, ganz schnell eine Hexe. Kräuterbündel, die zur Heilung, Gesundheit, Vorbeugung gegen Krankheiten und anderes benutzt wurden, brachten die Menschen bei ihrer Entdeckung oftmals in sehr große Bedrängnis.

Auch Elizabeth Grey, unserer Protagonistin ergeht es im Roman so. Obwohl sie eine der gefürchtetsten Hexenjäger ist und sich von Zauberei und Magie doch eigentlich fernhält, ist es ein kleines unscheinbar wirkendes Kräuterbündel das sie ins Verderben stürzt.

> Beide sind totenstill. Caleb lässt mich los. Ich mache die Augen auf und sehe, dass er neben mir kauert und ein Bündel mit Kräutern vom Boden aufhebt. Ich erkenne sie: die zartlila, spitz zulaufenden Blätter der Frauenminze, das gelb blühende Silphium. Meine Hand fährt in die Tasche, aber noch bevor sie dort ankommt, weiß ich, dass sie nichts finden wird als Leere. <

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An diesem Punkt setz ich doch direkt mal mit meiner kleinen Kräuterkunde an und erzähle Euch ein bisschen was über verschiedene Kräuter und ihre Wirkung.

Frauenminze ( Tanacetum balsamita )  

auch genannt Balsamkraut ist eine Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler.

Die Frauenminze wird heute kaum noch als Heilmittel verwendet, war im Mittelalter aber sehr effektiv.

Äusserlich angewendet setzte man sie häufig als Umschlag oder Bäder ein, um die Wundheilung zu fördern.

Innerlich angewendet, meist als Tee, verwendete man die Frauenminze gegen Menstruationsbeschwerden und Frauenleiden, woher wohl auch ihr Name stammt. Außerdem sollte sie in Kombination mit anderen Kräutern Schwangerschaften vorbeugen ( also als Verhütungsmittel ),
sie half aber auch bei Fieber, Ohnmachtsanfällen oder wurde als Tinktur gegen Läuse verwendet.



Silphium

kommt aus Nordamerika und gehört zur Familie der Korbblütler.

Leider hat meine Rechereche zur Heilwirkung hier nicht besonders viel ergeben, nur so viel, das man wohl weiß, das der Saft der Pflanze, der eine sehr gummiähnliche Konsistenz haben soll, krämpfelösend und stärkend wirken soll.

Interessant ist jedoch, das die Pflanze bei den Römern so beliebt gewesen sein soll, das man sie sogar auf Münzen geprägt hat.

Ebenfalls höchst interessant: Die Silphien erleben gerade ein Comeback und zwar zur Gewinnung von Energie.  Da sie nämlich eine sehr pflegeleichte Pflanze ist, dient sie im Vergleich zu Getreide als guter Rohstoff zur Gewinnung von Biogas.



KARTE DER MÜNZEN
Eigenschaften

Gewinn
Reichtum
Abstammung


Von den eher ausgestorbenen Kräutern mache ich einen Sprung zu jenen, die sich auch heute noch hoher Beliebtheit erfreuen :)

Salbei ( Heilsalbei: Salvia officinalis )

Natürlich, jeder kennt ihn. Salbei erfreut sich heute noch genau so großer Beliebtheit wie damals.

Auch heute noch nutzt man ihn, fast auf der ganzen Welt, besonders für Entzündungen im Rachenraum. Salbei hat einen sehr hohen Anteil an heilwirkenden ätherischen Ölen und Gerbstoffen.

Früher diente der Salbei den Menschen als "Zahnbürste" und man nutzte ihn nicht nur als Allheilmittel, sondern auch zum Haarefärben und als Küchenkraut.

Weltweit gibt es über 900 verschiedene Arten. 





Fenchel ( Foeniculum vulgare )



ist bereits seit Jahrtausenden und auch heute noch ein weltweit beliebtes Heilmittel.

Hildegard von Bingen verwendete ihn zur Schleimlösung, Hieronymus Bock als Mittel bei Augenleiden und Vergiftungen.

Er hilft außerdem bei Bauchweh und Koliken ( und wird oft als Tee bei Säuglingen angewandt, die Muttis unter Euch wissen das sicher ). Die Chinesen verwenden die Samen sogar gegen Nierenleiden und Schlangenbisse.



Ringelblume ( Calendula officinalis ) 


findet man auch heute noch in sehr vielen Gärten. Meist jedoch nicht mehr unbedingt als Heilpflanze, sondern eher zur Zierde.

Dabei steckt in der Ringelblume richtig viel Kraft, die sich die Menschen im Mittelalter bereits zu Nutze machten. Den Saft der Blüten verwendete man unter anderem zum Einreiben bei Hühneraugen oder Geschwüren, als Tee eingesetzt war er ein krampflösendes Mittel und bei Vergiftungen schwor man auf Umschläge. Heute benutzt man die Ringelblume meist als Salbe, bei sehr trockener Haut, bei Blutergüssen oder Schwellungen.

Interessant: Man verwendete die Ringelblumen früher nicht nur als Heilmittel sondern auch als Färbemittel UND sie hat eine magische Bedeutung :) Man schrieb ihr Liebeszauber zu.


"Das Tragen der Wurzel im Schuh sollte Erfolg beim anderen Geschlecht bringen. Sähte man Ringelblumensamen in die Erde, die vorher vom Schuh des/der Geliebten berührt worden war, sollte die Liebe so lange halten, wie die Pflanze blühte."

GEWINNSPIEL


Sicher ist Euch die Tarotkarte mitten im Beitrag aufgefallen und ihr habt Euch gewundert was das soll :) Nun ja, diese Karte ist Bestandteil unseres großen Gewinnspiels, für das wir uns was Besonderes ausgedacht haben.

Kreiere Deinen Zauberbann ! 


Auf jedem Blog findest du eine Tarotkarte mit den dazugehörigen Eigenschaften. Sammele diese um am Ende deinen eigenen Bann auszusprechen und in den Lostopf zu wandern. 
Dein Bann setzt sich jeweils aus Karte plus einer ihrer Eigenschaften zusammen. 

Viel Glück !!! 


Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 19.04.2016 um 23:59 Uhr.
Morgen erwartet Euch DER LESEFUCHS mit dem spannenden Thema "Geschöpfe die sich zu jagen lohnen". 

Bildquellen: wikipedia.org, tagesjournal24.de, keimzeit-saatgut.de

Kommentare:

  1. Liebe Ina! Salbeibonbons esse ich sehr gerne, auch wenn ich den Geruch gar nicht so gerne mag! Ringelblumensalbe gibt es immer bei mieiner Oma! :-) Danke für den informativen Beitrag! LG Verena

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  2. Auch hier wieder ein toller Beitrag!! Fenchel und Salbei finde ich super lecker :) fenchel mache ich immer im Ofen mit Käse überbacken. Super lecker, das hat meine Mama oft gemacht.

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  3. Huhu Liebes,

    wenn man sich das so durchliest, sollte man sich definitiv mal mehr mit dem Thema befassen. Ich denke mir oft, dass es für viele Sachen nicht immer gleich Medikamente sein müssten, sondern es dafür bestimmt ein gutes und vor allem natürliches Hausmittel gibt. Vielleicht sollte ich mir da wirklich mal was anlesen :D

    LG und einen schönen Sonntag an Dich!
    Jacqueline

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    1. Huhu meine Liebe,
      Jaaa solltest du. Es gibt echt viele tolle Alternativen, die wirklich helfen. Ich hantiere schon seit vielen Jahren mit Hausmittelchen, weil ich einfach der Meinung bin das man sich nicht permanent Chemie reinziehen soll und muss. Wenn du Tipps brauchst, sag Bescheid ;)

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    2. Ach ja? Seeeehr cool, gut zu wissen! Da komm ich doch glatt die Tage mal rum :*

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