Mittwoch, 15. März 2017

[Blogtour] Nächstes Jahr am selben Tag


Hallo Ihr Lieben,

Willkommen zu Tag 6 unserer Blogtour zu Colleen Hoovers

NÄCHSTES JAHR AM SELBEN TAG

Ich hoffe sehr, ihr hattet bisher eine schöne Woche und konntet viele Eindrücke zu den Themen des Buches gewinnen.

Bei mir dreht sich heute alles um etwas, das ganz gerne vergessen wird, mir aber ganz besonders am Herzen liegt: DIE ÜBERSETZUNG.

Schon lange ist es mir ein Bedürfnis, dieses Thema anzusprechen, denn ohne Übersetzer, die hervorragende Arbeit leisten, wären wir sehr oft gezwungen fremdsprachige Bücher zu lesen oder diese eben nicht zu lesen und somit großartige Geschichten zu verpassen.

Als sich im letzten Jahr dann spontan ein Kontakt zu Katarina Ganslandt ergab, habe ich die Chance direkt genutzt und ihr passend zur Tour einige Fragen gestellt. Denn neben vielen anderen Werken, die sie schon übersetzt hat, ist sie vor allem DIE deutsche Stimme von Colleen Hoover 💙




DIE ÜBERSETZERIN

Katarina Ganslandt lebt mit Sascha (Mann) und Elmo (Hund) in Berlin und sammelt am liebsten jede Menge nützliches und unnützes Wissen an, wenn sie nicht gerade Bücher aus dem Englischen übersetzt. Mittlerweile sind über hundert Titel zusammengekommen.

Neben den Titeln von Colleen Hoover hat Katarina unter anderem auch die Prinzessin-Tagebücher von Meg Cabot, den wirklich wundervollen Roman "Wie ich dich sehe" von Eric Lindstrom und "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira übersetzt.

Einen Einblick in ihr Bücherregal gewährt sie Euch auf ihrer neu eingerichteten Facebookseite, wo sie uns ab sofort immer mal in ihr Arbeitszimmer blicken lässt und Dinge über ihre Arbeit verrät.



INTERVIEW


Ina:
Man macht sich als Leser ja nur sehr selten Gedanken dazu, dass es jemanden gibt, der das Buch übersetzt hat. Viele Blogger vergessen sogar, die Übersetzer in ihren Rezensionen kurz zu nennen, oder achten vielleicht auch einfach nicht darauf. Damit bin ich auch schon bei meiner ersten Frage: Es werden ja meist nur die Autoren gelobt, die Übersetzer aber weniger, nur wenn ein Buch dann »schlecht« übersetzt ist, wird manchmal gemeckert. Wie sieht man das als Übersetzerin? Ist einem das nicht so wichtig oder fühlt man sich da schon auch mal vergessen?


Katarina:
Wir sind daran gewöhnt, meistens nicht wahrgenommen zu werden, und trösten uns damit, dass das fast schon wieder ein Kompliment ist, weil nur bei einer gelungenen Übersetzung nicht auffällt, dass der Text ursprünglich in einer anderen Sprache geschrieben wurde. Zugleich ist uns bewusst, wie schwierig es ist, eine Übersetzung zu beurteilen, ohne das Original vor sich zu haben. Aber natürlich fänden wir es gut, wenn in den Rezensionen auch darauf eingegangen würde, dass sich ein Buch in der Übersetzung besonders flüssig und schön lesen ließ oder witzige Stellen und Wortspiele so übertragen wurden, dass man auch auf Deutsch darüber lachen konnte. Hinter dem, was sich im Idealfall geschmeidig weglesen lässt, steckt oft ein zermartertes Hirn und Stunden des Wort-Feilens.

Manchmal habe ich den Verdacht, dass LeserInnen unsere Existenz verdrängen, weil sie sich dadurch, dass ein Buch durch den Filter des Übersetzers geflossen ist, ein bisschen um das Original betrogen fühlen. Vielleicht möchten sie der Autorin oder dem Autor ganz nah sein, ohne sich vorzustellen, dass da im Bett beim Lesen noch jemand Fremdes dazwischenliegt ;-)

Umso mehr freue ich mich darüber, dass einige Verlage – dtv und Carlsen zum Beispiel – mittlerweile hinten im Buch auch einen kurzen Text zu den Übersetzern abdrucken und dass du mir in deinem Blog heute Gelegenheit gibst, ein bisschen was über unseren Beruf zu erzählen.

Ina: 
Wie ist das überhaupt so als Übersetzerin? Du liest, musst du ja, das Buch natürlich auf Englisch, und dann? Übersetzt du Wort für Wort? Oder sinngemäß? Irgendwie schreibst du ja deine eigenen Bücher, nur dass die Geschichten/Ideen einem anderen entsprungen sind. Also CoHo denkt sich die Geschichte aus, aber du verpackst sie, damit wir uns darin verlieren können.

Katarina:
Dass ich Romane schreiben darf, ohne mir selbst den Inhalt ausdenken zu müssen, ist ein Traum. Ich war schon als Kind eine totale Bücherfresserin, habe bis tief in die Nacht mit der Taschenlampe unter der Decke gelesen und kiloweise Nachschub aus der Bibliothek nach Hause geschleppt. Mich fasziniert, wie man durch Wörter allein die irrsten Filme im Kopf lebendig werden lassen und Gefühle wachrufen kann. Dass ich meine Leidenschaft für geschriebene Sprache zum Beruf machen konnte, empfinde ich als ganz großes Glück.

Tja, und wie übersetze ich? Jeder hat seine eigene Arbeitsmethode, meine besteht aus ganz vielen Durchgängen. Zuerst bringe ich eine Rohfassung des Texts ins Deutsche und übertrage grob, was dasteht. Das liest sich ziemlich schrecklich und hat noch sehr wenig Ähnlichkeit mit dem fertigen Buch. Es gibt Kolleginnen, die schon von Anfang an sorgfältig ausformulieren, aber ich fühle mich freier, wenn ich erst mal den Wort-Tonklumpen auf meine Arbeitsplatte hieve und nach und nach die Feinheiten herausforme, ohne mich zu früh festzulegen. Dabei lerne ich den Text dann auch immer besser kennen und verstehen. Im zweiten Durchgang beginne ich, die Sätze richtig auszuformulieren und tauche noch tiefer in die Geschichte und Gedankenwelt der Autorin ein. Im dritten, vierten und fünften Durchgang (bei denen ich immer schneller durchkomme) räume ich Stück für Stück die noch liegen gebliebenen Baustellen auf. Zwischendurch vergleiche ich immer wieder mit dem Original, um mich nicht zu weit davon zu entfernen, bis im besten Fall am Schluss – zuletzt auch noch mithilfe meiner jeweiligen Lektorin – ein Text entstanden ist, in dem nichts mehr holpert und der so butterweich dahingleitet, dass sich die Leserinnen später mühelos in die Geschichte hineinfallen lassen können, ohne den Menschen zu bemerken, der sich hinter den Kulissen den Kopf über die Sprache zerbrochen hat.

Natürlich übersetze ich so exakt wie möglich, was im Buch steht, aber Englisch und Deutsch unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht doch so stark voneinander, dass eine wörtliche Übersetzung hölzern klingen oder den Inhalt falsch wiedergeben würde. Wortwiederholungen stören englischsprachige Leser zum Beispiel weit weniger als uns. Deshalb überlege ich mir ständig, wie ich Sätze so umstellen kann, dass nicht fünf hintereinander mit dem gleichen Wort anfangen. Sehr oft muss man sich für Anspielungen oder Witze einen Ersatz einfallen lassen, der auch bei deutschen Lesern funktioniert. Wenn im Original mehrere Sätze aufeinander folgen, in denen genau das Gleiche ausgedrückt wird, erlaube ich mir auch, behutsam zu straffen, damit die Passage sich dynamischer liest. An Sexszenen – wie sie ja gerade bei Colleen Hoover gern mal vorkommen – feile ich sehr lang herum, um eine wirklich erotische Stimmung zu schaffen, die nicht ins Derbe oder Kitschige abgleitet. Natürlich steht im Original genau, was passiert, aber es macht doch einen sehr großen Unterschied, welche Begriffe ich im Deutschen verwende, um es zu beschreiben. Dabei versuche ich, mich ein bisschen wie eine Schauspielerin in die Figuren einzufühlen, um die passenden Wörter für ihre Empfindungen zu finden.

Beim Übersetzen sehe ich mich als treue Freundin der Autoren, die alles gibt, um ihre Bücher bestmöglich in unsere Sprache zu bringen und in den Lesern genau die Emotionen und Bilder hervorzurufen, die er oder sie erzeugen wollte.

Ina: 
Dann noch etwas zur Arbeit an sich: Übersetzt du immer nur ein Buch oder arbeitest du an mehreren Büchern gleichzeitig? Wie sieht dein Tagesablauf bei der Arbeit aus? Ich stelle mir gerade vor, dass du mit dem Buch auf der Couch sitzt, Zettel und Block nebendran, aber vermutlich sieht es genau SO nicht aus.

Katarina:
Ich könnte niemals parallel an mehreren Büchern arbeiten, dazu vertiefe ich mich viel zu sehr in mein aktuelles Projekt. Nein, da bin ich strikt monogam. Und auf der Couch kann ich mich nicht konzentrieren, auch wenn die Vorstellung sehr verlockend ist. Weil ich mir meine Zeit frei einteilen kann, schlafe ich meistens bis gegen neun und setze mich dann nach dem Frühstück in mein Arbeitszimmer, wo ich erst mal im Netz unterwegs bin, Mails beantworte und Sachen recherchiere, bis ich endlich anfange.

Neben meinem Computer mit der Datei, in der ich arbeite, steht ein iPad, auf dem ich das Original als eBook oder PDF offen habe, um die Texte immer wieder zu vergleichen. Und dann übersetze und grüble und formuliere ich, gehe zwischendurch mit meinem Hund spazieren und einkaufen und höre frühestens so gegen 21-22 Uhr auf. Oft arbeite ich aber auch noch länger, sodass ich meinen Freund (der als Illustrator zum Glück auch freiberuflich arbeitet) häufig erst zum Kochen unseres Mitternachtsmahls wieder treffe. Ich habe Kolleginnen, die genau wie ich an ihrem Rechner sitzen, und oft diskutieren wir über Skype oder Messenger schwierige Stellen und helfen uns gegenseitig. Dadurch ist unsere Arbeit nicht ganz so einsam wie früher. Manchmal findet man schon allein dadurch eine Lösung, dass man das Problem einem anderen schildern kann, statt es nur im eigenen Kopf zu wälzen.

Katarinas Arbeitszimmer

Ina:
Um auf Colleen Hoover zu kommen: Magst du ihre Geschichten auch so gerne wie wir?


Katarina:
Ja! Absolut! Wobei ich etwas gestehen muss: Als ich die »Layken« damals angeboten bekommen habe, war ich anfangs skeptisch, weil ich die Erfahrung gemacht hatte, dass gerade im New-Adult-Genre manchmal mehr mit Kalkül als mit Herzblut geschrieben wird, und das spüre ich beim Übersetzen sehr deutlich. Eine oberflächliche Story zu übersetzen, die aus bestimmten Klischees zusammengebastelt wurde, weil sie gezielt eine Leserinnengruppe ansprechen soll, macht nämlich keinen Spaß. Aber Colleen Hoover war ganz anders, das habe ich schnell gemerkt. Genau wie ihr staune auch ich jedes Mal wieder darüber, wie sie es schafft, sich immer neue Plots und Wendungen auszudenken, die eben nicht die x-te, nur leicht veränderte Version eines Erfolgsrezepts sind.

Colleen ist die geborene Geschichtenerzählerin. Ich stelle mir immer vor, wie sie in einem früheren Leben abends am Lagerfeuer in der Höhle saß und ihre Fantasie sprühen ließ, während die Mitglieder ihres Stamms an ihren Lippen hingen. Ihr Talent zeigt sich für mich auch darin, dass ihre Geschichten relativ reduziert sind und sie nur das Nötigste beschreibt – es gibt nicht viele Nebenrollen, man erfährt oft nur vage, wie die Protagonisten aussehen, was sie ansonsten so machen oder wie ihre Wohnungen eingerichtet sind, und trotzdem hat man die Welt ihrer Figuren beim Lesen in allen Facetten lebendig vor Augen. Die Fähigkeit, sogar zwischen den Zeilen Bilder entstehen zu lassen, ist eine besondere Gabe, die nicht viele Schriftsteller haben.

Ich mag die Lebensweisheiten, die in all ihren Bücher stecken und die sie an ihre Leser weitergibt, obwohl sie oft behauptet, sie würde nur schreiben, um zu unterhalten. Grandios auch, wie es ihr gelingt, tiefe Gefühle und subversiven Humor in ihren Büchern nebeneinander existieren zu lassen, ohne dass sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinträchtigen. Ihre Figuren sind sehr echt und das spürt man.

Ina:
Du hast ja bisher all ihre Romane übersetzt, die hier erschienen sind, oder ? Hast du ein Lieblingsbuch?! Eines, bei dem du beim Lesen so richtig mitgefiebert hast? Dein Lieblingscharakter?


Katarina:
Alle Bücher habe ich nicht übersetzt, das hätte ich zeitlich gar nicht geschafft. »Maybe Someday« und der Spin-off »Maybe Not« sind von meiner Kollegin Kattrin Stier übersetzt worden. Mitgefiebert habe ich bei sämtlichen Büchern, die ich von ihr gemacht habe, und ich könnte gar nicht sagen, welchen Charakter ich am liebsten habe. Ich mag sie alle! Wirklich. Meine Lieblingsszene ist wahrscheinlich die, in der Hope in Gedanken in die Vergangenheit zurückkehrt und vor dem Haus ihr früheres Selbst trifft. Das fand ich unglaublich berührend.

Ina:
Hast du Colleen Hoover schon getroffen?! Das würde mich ja echt interessieren: Gibt es Treffen zwischen Autoren und ihren Übersetzern?! Ich meine, schließlich macht ihr sie hierzulande ja auch irgendwie bekannt.

Katarina:
Ich habe Colleen kennen gelernt, als sie letzten September mit ihrem Mann Heath in Deutschland war. Der Verlag hatte abends nach ihrer Lesung in München ein Essen organisiert und auch mich und Kattrin Stier dazu eingeladen. Es war toll, ihr endlich persönlich zu begegnen, nachdem ich durch die Arbeit an ihren Büchern schon so viel Zeit in ihrem Kopf verbracht hatte, dass ich mir eingebildet habe, sie fast ein bisschen zu kennen. Tatsächlich war sie dann auch sehr so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Witzig, warm, klug und offen, aber gleichzeitig auch wachsam. Ich glaube, sie ist eine sehr genaue Beobachterin, die sich viele Gedanken macht, was sich ja auch in ihren Romanen widerspiegelt.

Ina:
Gibt es einen Autor oder eine Autorin, deren Bücher du gern mal übersetzen würdest, und wenn ja, wen und warum?


Katarina:
Uff, äh … da fällt mir irgendwie niemand ein. Ich lasse mich lieber überraschen.

Ina:

Wie lange brauchst du, um ein Buch zu übersetzen und macht es immer gleich viel Spaß? Man bekommt ja sicher nicht nur Bücher, die einem immer gefallen.

Katarina:
In der Regel plane ich für einen Roman, der so um die 400 Seiten hat, drei Monate ein. Wenn ich ganz am Schluss die Seitenanzahl des Buchs durch meine Arbeitstage teile, kommt meistens heraus, dass ich durchschnittlich ca. sechs bis neun abgabereife Seiten pro Tag schaffe. Anschließend kommen sie zur Lektorin, die sie überarbeitet, und dann gehe ich selbst noch ein letztes Mal über den Text, bevor er in die Herstellung gegeben wird. Früher habe ich teilweise vier, fünf oder mehr Bücher pro Jahr übersetzt, aber irgendwann habe ich mir das selbst verboten, weil ich wirklich nur noch gearbeitet habe und gar keine Zeit für anderes mehr hatte. Einerseits ermöglicht mir mein Beruf viele Freiheiten, andererseits muss ich unheimlich viel Selbstdisziplin aufbringen, weil es niemanden gibt, der mir sagt, wann ich anfangen soll und wie viel ich täglich arbeiten muss. Ich bin also Sklavin und Sklaventreiberin in einem. Meistens setze ich mir ein Seitenpensum, das ich pro Tag schaffen will. Erreiche ich das nicht, muss ich am nächsten Tag länger arbeiten, wenn ich mein Soll übererfülle, gibt mir das etwas Puffer.

Während ich an einem Buch arbeite, mache ich die unterschiedlichsten Phasen durch – von totaler Euphorie bis hin zu den schlimmsten Selbstzweifeln. Irgendjemand hat den kreativen Schaffensprozess mal so charakterisiert:

1. Das ist genial.
2. Das ist ganz schön schwierig.
3. Das ist richtig scheiße.
4. Ich bin scheiße.
5. Vielleicht geht es doch irgendwie.
6. Hey, das ist gar nicht so schlecht.
7. Das ist genial.

Für mich trifft es das perfekt. Mittlerweile habe ich gelernt, mit den Zweifeln umzugehen und darauf zu vertrauen, dass am Ende doch immer irgendwie alles gut wird. Aber das war ein langer Weg.

Sosehr ich meine Arbeit in den Phasen 3 und 4 verfluche, sosehr liebe ich sie zu allen übrigen Zeiten. Es macht mir unbeschreiblich Spaß, nach den genau richtigen Worten zu suchen (die im Fall von Colleen Hoover vielleicht sogar mir selbst Tränen der Rührung in die Augen treiben), Dialoge laut vor mich hinzusprechen und immer wieder umzuschreiben, bis sie authentisch klingen, Hintergrundwissen zu recherchieren, um bis ins letzte Detail zu verstehen, was ein Autor beschreibt, unterschiedliche Übersetzungslösungen auszuprobieren und mich dann womöglich doch für die zu entscheiden, die mir als Erstes eingefallen ist – und viele Monate später ein fertiges Buch in den Händen zu halten. Wenn ich dann in den Rezensionen lese, dass es den deutschen LeserInnen so gut gefällt, wie ich es mir erhofft hatte, heißt das auch, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe.

Was den Spaß angeht, habe ich das ganz große Glück, mir unter den Titeln, die mir angeboten werden, die aussuchen zu können, die ich übersetzen will. Wenn ich beim Lesen des Originals keine Leidenschaft spüre, lehne ich das Buch ab. Es gibt für mich nichts Quälenderes, als etwas übersetzen zu müssen, bei dem ich in jeder Zeile merke, dass es konstruiert ist und kein echtes Gefühl darin steckt. Das ist, als müsste man einem Zombie Leben einhauchen.

Liebe Katarina, vielen vielen Dank für diesen wirklich spannenden, informativen und tollen Einblick in deine Arbeit. Es ist der Wahnsinn, was ihr Übersetzer leistet und ich hoffe sehr, das genau diese Arbeit in Zukunft viel mehr Anerkennung findet !!! 

Wie sieht es denn bei Euch aus, liebe Leser ? Habt ihr Euch vorher schon mal Gedanken darüber gemacht, wer die Bücher übersetzt die ihr liebt ? Oder wie so eine Übersetzung abläuft ?



GEWINNSPIEL

In jedem unserer Beiträge findet ihr einen rot markierten Buchstaben, den ihr Euch notieren solltet ;) 
Am letzten Tourtag könnt ihr dann alle Buchstaben zu einem Lösungswort zusammensetzen, in ein Formular eintragen und mit etwas Glück gewinnen. 


1. Platz 
Ein CoHo Paket, bestehend aus einem Printexemplar von
"Nächstes Jahr am selben Tag", einer Autogrammkarte von Colleen Hoover und einem Poster

2. Platz
Ein Poster von "Nächstes Jahr am selben Tag"

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    ehrlich gesagt "Nein" genauso wenig wie eine tolle Covergestaltung.

    Aber ich denke, hier sind gerade Blogtouren genau das richtige Betätigungsfeld um uns Leser und Leserinnen....genau auf solche Thematiken im Zusammenhang mit einem Roman aufmerksam und damit auch sensibel zu machen !!

    Danke für die heutigen Einblicke ..LG..Karin...

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  2. Ja, sowas habe ich mir schon mal gedacht und auch drüber Gedanken gemacht- besonders bei meiner Lieblings Bücher Reihe der BLACK DAGGER, denn die sind allererste Sahne und die Übersetzung einfach immer wieder der absolute Hammer ist alleine schon wenn man diese sinnlich erotischen Abschnitte darin liest die so auf den punkt genau ihren ganz besonderen reiz haben und die geschichte echt noch besser machen als sie schon sind. :-)
    Hut ab an die die es schaffen so gekonnt und gefesselt die Geschichten zu übersetzen (y)

    VLG Jenny

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  3. Vielen Dank für das tolle Interview :)

    Ich finde es toll, dass Katarina so ausführlich auf deine Fragen geantwortet hat und uns somit einen Einblick in ihre Arbeit gegeben hat. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie wirklich viele Gedanken über den Übersetzungsvorgang gemacht. Nachdem ich jetzt aber gelesen habe wie viel Arbeit und Sorgfalt dieser Prozess benötigt, werde ich mir der Leistung, die die Übersetzer bringen, definitiv bewusst.

    LG

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  4. Da ich auch schon mal übersetzt habe (Sachbücher, keine Romane) mache ich mir oft darüber Gedanken und fand das Interview sehr spannend. Es ist immer eine Gratwanderung, wie eng man am Original bleibt oder bleiben kann, damit sich der Text immer noch flüssig geschrieben anhört.
    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich hatte ja auch mal überlegt, als Übersetzerin für Romane zu arbeiten.
    Liebe Grüße, Jutta

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  5. Toller Beitrag :) Echt schön mal auch etwas über die Übersetzer zu erfahren, schließlich sind sie ein wichtier wichtiger Bausstein - gerade für so faule Leser wie mich xD

    Grüße Denise

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  6. Das ist ein toller und sehr interessanter Beitrag. Und ich muss mich gleich selbst an der Nase nehmen, denn ich schreibe bei meinen Rezensionen auch den Übersetzer nicht hin...werde ich gleich ändern!
    Meistens macht man sich ja erst dann Gedanken, wenn einem das Buch nicht so gefällt und fragt sich: "Liegt es an der Übersetzung?"...was eigentlich absolut nicht fair ist. Trotzdem kommt es doch hin und wieder vor, dass einige leser meinen, das Original wäre besser. Manche Begriffe aber kann man ja auch nicht richtig übersetzten, da es Wörter im Englischen gibt, die es auf Deutsch nicht gibt und umgekehrt. Ich stelle mir das alles andere als einfach vor und ziehe den Hut vor jedem, der diese Arbeit macht!
    Liebe Grüße
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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  7. Das war echt ein sehr interessantes Interview :) Ich hab vorher auch noch nie darüber nachgedacht, wer die Bücher übersetzt oder welche Arbeit dahintersteckt. Um ehrlich zu sein, hätte ich auch nicht gedacht, dass es so lange dauert, ein Buch zu übersetzen. Deswegen umso mehr Respekt für diesen Job. Ich kann mir gut vorstellen, dass er einen zur Verzweiflung bringen kann, aber auch sehr, sehr schön ist! :)

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  8. Huhu :)

    Das ist ja wirklich ein geniales Interview! Über die Übersetzer habe ich mir bisher viel zu wenig Gedanken gemacht und fand es wirklich super hier zu erfahren, wie dei Arbeit wirklich aussieht, weil mich das schon immer interessiert hat!
    Vielen Dank für das Interview! ♥

    Liebe Grüße
    Chianti

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  9. Was für ein tolles Interview und ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Übersetzungsarbeit.

    Ich habe mir früher gar keine Gedanken über die Übersetzung gemacht, sondern das Buch einfach gelesen und alles davon dem Autor zugeschrieben, obwohl mir natürlich klar war, dass jemand anders für den deutschen Text verantwortlich war. Aber man hat die Übersetzer tatsächlich nicht mit auf der Rechnung.
    Erst als ich angefangen habe, englischsprachige Bücher zu lesen und mir dann aus Neugier die Übersetzung auch noch zugelegt habe, weil ich einfach wissen wollte, wie diese eine Formulierung oder jene Szene ins Deutsche übertragen wurde, ist mir klargeworden, wieviel Einfluss und Verantwortung tatsächlich beim Übersetzer liegen. Eine bestimmte Atmosphäre oder z. B. eine soziale Zugehörigkeit durch bestimmte Formulierungen und die Wortwahl deutlich zu machen, das ist schon eine echte Kunst und braucht wahnsinnig viel Sprachgefühl und auch Kreativität.
    Inzwischen freue ich mich immer, wenn ich die Chance habe, eine Übersetzung und das Original gleichzeitig zu lesen. Dann wechsele ich mit jedem Kapitel zwischen den beiden Sprachen hin und her und hab total viel Freude daran, wenn die Übersetzer einen guten Job gemacht haben. Und seitdem ist meine Hochachtung vor der Übersetzerarbeit noch viel mehr gewachsen.

    LG Gabi

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  10. Hallo,

    vielen Dank für das interessante Interview. Ich muss selbst gestehen, dass ich mir bisher immer wenig Gedanken um die Übersetzer hinter den Büchern gemacht habe, doch das wird sich jetzt sicherlich ändern. Ich finde es toll, einen Blick hinter die Kulissen bekommen zu haben, besonders weil nun deutlich wird, wie viel Arbeit so eine Übersetzung eigentlich ist. :)
    Liebste Grüße,
    Lena

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