Freitag, 10. November 2017

[Rezension] Turtles all the way down

- Gebunden -

Autor: John Green
Verlag: Penguin Random House
Erscheinungsdatum: 10.Oktober 2017

ISBN-13: 978-0525555360
Seitenzahl: 304 Seiten
Reihe: nein

Preis: 12,99€
Kaufen? >KLICK<

Sixteen-year-old Aza never intended to pursue the mystery of fugitive billionaire Russell Pickett, but there’s a hundred thousand dollar reward at stake and her Best and Most Fearless Friend, Daisy, is eager to investigate. So together, they navigate the short distance and broad divides that separate them from Russell Pickett’s son, Davis.
 
Aza is trying. She is trying to be a good daughter, a good friend, a good student, and maybe even a good detective, while also living within the ever-tightening spiral of her own thoughts.


Ziemlich lange hat uns John Green auf einen neuen Roman warten lassen, doch jetzt ist er endlich zurück und zwar ziemlich großartig !!! 

Aza Holmes, 16 Jahre alt, leidet an einer Zwangsstörung. Sie fürchtet sich vor Bakterien und was diese in ihrem Körper anrichten könnten. Diese Gedanken bestimmen und beherrschen ihren kompletten Alltag, denn stößt man sie einmal an, winden sie sich wie eine Spirale durchs Gehirn, die einfach niemals endet. 
Diese Zwangsstörung stand bei diesem Buch eindeutig im Vordergrund, sie ist der Fixpunkt um den sich alles andere dreht. Klingt langweilig, ist es aber nicht, denn John Green ist einfach ein Meister der Worte und des Erzählens.
So sind Azas Zwänge und ihre psychischen Probleme zwar also Hauptakteure und trotzdem passiert so vieles Drumherum, das mich unterhalten und vor allem so köstlich amüsiert hat.

Aza und ihre beste Freundin Daisy sind nämlich eigentlich auf Detektivsuche, wenn man es so nennen will, denn Billionär Russell Pickett ist verschwunden und da er eigentlich im Knast einsitzen sollte, ist eine ziemlich fette Belohnung auf ihn ausgesetzt. Zufälligerweise kennt Aza dessen Sohn Davis und da Daisy dringend Geld fürs Collage braucht, überredet sie ihre Freundin also dazu, sich irgendwie an Davis ranzupirschen, herauszufinden wo sein Vater steckt und die Kohle abzuräumen. 

Das dabei natürlich nichts nach Plan läuft ist eigentlich vorprogrammiert. 
Ich mochte die Geschichte wahnsinnig gerne, zum einen weil man merkt, wie viel eigene Erfahrungen und Emotionen in Bezug auf psychische Erkrankungen und Zwangsstörungen John Green hier eingebracht hat und zum anderen, weil sie trotz dieser ernsten und wichtigen Themen so leichtfüßig und schön und amüsant und unterhaltsam ist. 
Seine Figuren zeichnet Green gewohnt authentisch, liebenswert und ein wenig chaotisch. Sein Schreibstil ist brillant und seine Botschaft so wichtig, das ich mir wirklich wünschen würde, das ganz viele Menschen dieses Buch lesen. 
Oft ist es nämlich einfach so, das man sich als gesunder Mensch überhaupt keine Vorstellung davon machen kann, wie es ist mit einer psychischen Erkrankung zu leben, seien es nun Zwangsstörungen wie Aza sie hat oder aber Depressionen und Co. In "Turtles all the way down" zeigt John Green sehr realistisch wie es für Betroffene ist mit ihrer Krankheit zu leben, aber auch wie sich das aufs Umfeld auswirkt und wie Familie und Freunde dies empfinden und damit umgehen. Er beschönigt nichts, sondern bringt dieses Thema nüchtern und realistisch auf den Tisch.
Ein sehr sehr geniales Werk, das ich Euch allen nur empfehlen und wirklich dringend ans Herz legen kann ! 
 

1 Kommentar:

  1. Liebe Ina,
    ich habe nur den ersten Satz gelesen, aber das reichte mir auch schon :) Ich habe es nämlich noch vor mir und möchte nicht zu viel darüber wissen ;) Hach, ich freue mich jetzt gleich doppelt so sehr auf das Buch!
    Liebe Grüße,
    Anna

    AntwortenLöschen